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Barum

 

Ortswehren rund um Barum übten den realen Einsatz


Barum. Am vergangenen Donnerstag, den 6. Oktober 2016, ertönten die Sirenen und
Funkmeldeempfänger der Feuerwehren Barum, Golste in Natendorf, Hohenbünstorf, Seedorf,
Vinstedt sowie Tätendorf-Eppensen zur alljährlichen Alarmübung. Zusätzlich wurde auch die
Kommunikationsgruppe der Ebstorfer Brandschützer alarmiert, die in größeren Schadenslagen
den Einsatzleitwagen besetzen und die Schnittstelle zwischen Leitstelle und Einsatzort bilden.
Um 18.38 Uhr wurde eine Rauchentwicklung in einer Scheune am Barumer Stapelberg mit
sichtbaren Flammen an die Leitstelle gemeldet. Kurze Zeit später, so bestimmte es zumindest das
vom Barumer Ortsbrandmeister Henning Meyer ausgearbeitete Szenario, brannte ein Tei l der
Scheune bereits lichterloh. Weiterhin gab die Leitstelle an die alarmierten Feuerwehrleute weiter,
dass vermutlich mehrere Personen vermisst werden.
Als erste Wehr vor Ort stellten die Barumer fest, dass der gesamte linke Scheunenteil, der auch
als Entladehalle für vier große Getreidesilos dient, im Vollbrand stand. Ein Übergreifen der
Flammen auf die angrenzenden Getreidesilos konnte nicht ausgeschlossen werden. Somit begann
umgehend die erste Brandbekämpfung. Zeitgleich machten sich die bereits ausgerüsteten
Atemschutzgeräteträger auf den Weg in die rechte Scheunenseite, die akut verraucht war, um die
vermissten Personen zu suchen.
Die nachrückenden Kräfte aus Hohenbünstorf und Tätendorf-Eppensen bauten zunächst eine
zweite Wasserversorgung zum Brandobjekt auf. Bei der Erkundung des Einsatzleiters wurde auf
der Gebäuderückseite ein großer Dieseltank vorgefunden, der über eine separate Wasserleitung
gekühlt werden musste. Kurzerhand kämpften sich die Seedorfer Brandschützer mit einem C-Rohr
zur Gebäuderückseite vor.
Die Ortswehren Golste in Natendorf und Vinstedt waren zunächst in Bereitstellung. Da der fiktiv
angeforderte Schlauchwagen für eine dritte Wasserleitung nicht zur Verfügung stand, kamen Sie
etwas zeitversetzt zum Einsatz. Mit der Wasserversorgung vom Barumer Löschgruppenfahrzeug
(LF) verlegten Sie zunächst eine B-Leitung zur Rückseite der Scheune und bekämpften
anschließend den Brandherd.
Parallel suchten weitere Atemschutzgeräteträger, die an die mit der Menschenrettung beauftragten
Gruppenführer aus Barum und Hohenbünstorf unterstellt waren, die sehr große Fläche der
Scheune ab. Am Ende wurden drei Personen gefunden und an den eingerichteten
Verletztensammelplatz dem Rettungsdienst übergeben. Nach gut einer Stunde konnte der
Übungseinsatz beendet werden.
Am Barumer Feuerwehrhaus besprachen die ehrenamtlichen Feuerwehrleute das absolvierte
Übungsszenario. Das durch den Einsatzleitwagen protokollierte Geschehen wurde analysiert. Der
Übungsverantwortliche Henning Meyer wünschte sich stellenweise etwas mehr Geschwindigkeit,
was aber sicherlich dem fehlenden Einsatz-Adrenalin geschuldet war. Letztendlich waren alle
Beteiligten mit den Ergebnissen zufrieden.
Eingesetzte Kräfte:
– LF 10 Barum
– TSF Tätendorf Eppensen
– LF 8 Gut Golste Natendorf
– TSF Hohenbünstorf
– TSF Vinstedt
– TSF Seedorf
– ELW Ebstorf
– Org. Leiter Rettungsdienst
Text: Stefan Düsel und Arne Lehmann (OrtsW Barum)